Forum für Universität und Gesellschaft

Aktuelles Projekt

Der Aufstieg Chinas und die Neuordnung der Welt

© Adobe Stock

Im Winter 2019/20 bietet das Forum eine dreiteilige Veranstaltungsreihe zum Thema «Der Aufstieg Chinas und die Neuordnung der Welt» an.

 

 

Datum Schwerpunkt  Details 
09.11.2019 China kennen, China verstehen? Informationen und Anmeldung
30.11.2019 Wirtschaftliche Dynamik, geopolitische Auswirkungen Informationen und Anmeldung
25.01.2020 Schweiz – China: Eine ambivalente Beziehung? Informationen und Anmeldung

China bestimmt immer stärker die Geschicke der Welt. Kein Tag, an dem nicht über den (Wieder-) Aufstieg des fernen Riesenreichs berichtet würde. Je nach Blickwinkel schwanken die Betrachtungen zwischen Bewunderung und Befürchtung: Tatsächlich ist es der Volksrepublik China gelungen, ein beträchtliches Stück weit aus der Armutsfalle herauszukommen und sie investiert doppelt so viel in erneuerbare Energien wie die EU. Aber es gibt die bekannten Schattenseiten, etwa bei der Wahrung der Menschen- und Arbeiterrechte oder mit Blick auf die Ökologie.

Auch wenn sich die Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft in den letzten Jahren etwas verringert haben, ist Chinas wirtschaftlicher Aufstieg fulminant. China ist nicht mehr nur die Werkbank des Westens; dank ehrgeiziger staatlich gesteuerter Innovationsprojekte will es auch zum Denk- und Technologieplatz werden und der Globalisierung zu neuem Schwung verhelfen.

Keine andere internationale Beziehung ist für die globale Entwicklung aber so wichtig wie jene zwischen den USA und der Volksrepublik China. Hier haben sich die Positionen indes deutlich verändert: Während Chinas Präsident Xi Jinping den Freihandel preist und vor Protektionismus warnt (so zum Beispiel am Weltwirtschaftsforum 2017 in Davos), belegt US-Präsident Donald Trump inzwischen nicht nur chinesische Güter mit immer neuen Strafzöllen. China reagiert und verteuert seinerseits US-amerikanische Güter mit Zöllen. Die jüngsten Eskalationen lassen viele bereits an einen neuen Kalten Krieg denken.
 
Das Forum für Universität und Gesellschaft begibt sich in einer der zentralen politischen Fragen der Gegenwart auf Spurensuche: Welches sind die kulturellen Voraussetzungen für den Wiederaufstieg Chinas? Worin zeigt sich dieser Aufstieg? Gelingt ein friedlicher Übergang in eine multipolare Welt, in welcher neben den USA auch China und weitere Akteure eine Rolle spielen? Und wie steht es eigentlich um das Verhältnis zwischen China und der Schweiz, die ja als erstes Land Europas bereits 2013 ein bilaterales Handelsabkommen mit China unterzeichnet hat?