Forum für Universität und Gesellschaft

Aktuelles Projekt

Kirchen zwischen Macht und Ohnmacht

Auch im Winterhalbjahr 2018/2019 führen wir wieder eine Veranstaltungsreihe durch. Sie findet jeweils 9-13 Uhr in der UniS in Raum A003 statt. Für die Schwerpunkte können Sie sich auch einzeln anmelden.

Die Programmbroschüre ist demnächst hier abrufbar.

 

Datum Schwerpunkt  Details 
03.11.2018 Einführung
Vor leeren Bänken und zwischen den Stühlen? 
Informationen und Anmeldung
24.11.2018 Schwerpunkt 1: Kirchen und Staat
Heilige oder unheilige Allianz?
Informationen und Anmeldung
26.01.2019 Schwerpunkt 2: Kirchen Wissenschaften
Menschenbilder und Wahrheitsanspruch
Informationen und Anmeldung
16.02.2019 Schwerpunkt 3: Kirchen in der Gesellschaft
Gestern – Heute – Morgen 
Informationen und Anmeldung
16.03.2019 Schwerpunkt 4: Kirchen, Glaube und Sinnfindung
Alles à la carte?
Informationen und Anmeldung

Die christlichen Landeskirchen stehen wohl vor den grössten Herausforderungen und einschneidensten Veränderungen seit ihrem Bestehen. In multireligiösen und weltanschaulich pluralen Gesellschaften erleidet ihre religiöse Deutungshoheit massive Einbussen, und sinkende Mitgliederzahlen wie auch ein zunehmender religiöser Analphabetismus machen ihnen zu schaffen. Gleichzeitig werden Kirchen gesellschaftliche Aufgaben und Verantwortungen zugestanden, die in einer Vielzahl von Gesetzen geregelt sind. Dazu gehört etwa die Ausübung von Seelsorge in Spitälern, Heimen und Gefängnissen. Kirchen bewegen sich zur Zeit wahrlich zwischen Macht und Ohnmacht.

Das Forum für Universität und Gesellschaft nähert sich der spezifischen Situation der christlichen Landeskirchen in der Schweiz mit einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe: 
Die Einführungsveranstaltung («Vor leeren Bänken und zwischen den Stühlen») wirft ein Schlaglicht auf den aktuellen Zustand sowohl der reformierten wie der katholischen Kirche in der Schweiz. 
In einem ersten Schwerpunkt werden die herrschenden konkreten Verflechtungen von Kirchen und Staat thematisiert («Heilige oder unheilige Allianz?»).  
Ein zweiter Schwerpunkt reflektiert das Verhältnis von Kirchen und Wissenschaften. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Vergleich von Wahrheitsanspruch sowie Menschenbild in Theologie und Naturwissenschaften («Menschenbilder und Wahrheitsanspruch»).
Ein dritter Schwerpunkt fragt allgemein und diachron nach der sich wandelnden Bedeutung der Kirchen in der Gesellschaft («Gestern, Heute, Morgen»). 
Im vierten Schwerpunkt schliesslich wird unter dem Titel «Alles à la carte?» nach einer möglichen künftigen Rolle von Kirchen und nach konkreten Alternativen gefragt. Sind Kirchen für die Wahrung des religiösen Friedens relevant? Und welche Möglichkeiten haben Menschen zur Sinnfindung in einer säkularisierten Gesellschaft?